Geschichte
Geschichte des Ortes Giershagen

Lage des Ortes:
Giershagen liegt geographisch auf Breite 51°24‘ Nord sowie Länge 8°50‘ Ost.
Breitenmäßig liegen wir dabei in einer Linie mit London, Antwerpen, Köln, Kassel, Leipzig und Kiew.
Längenmäßig mit Oslo, Frankfurt/M, Zürich, Mailand auf gleicher Linie.

Einfacher antwortet man auf die Frage allgemein: In Deutschland, in Westfalen, an der Landesgrenze zu Hessen (Waldeck), im Sauerland, ein Ortsteil der Stadt Marsberg.
Großflächig gesagt so zwischen Dortmund und Kassel, südlich von Paderborn.

Nachbarortschaften sind Bredelar, Padberg, Adorf, Borntosten, Leitmar und Obermarsberg.

Die Größe beträgt 15,7 qkm liegt 410 m ü. NN und hat ca. 1500 Einwohner.

Geschichtliche Entwicklung:
Das Dorf Giershagen stellt die jüngere Bezeichnung für die älteren, wüst gewordenen Siedlungen Ober- und Niederupsprunge sowie von Teilen Esbikes und Ekesbikes dar. Diese Siedlungen dürften so zwischen 500 und 800 gegründet sein.
Erste Unkundliche Erwähnung für die Siedlung Upsprunge finden wir 948 als Kaiser Otto I. dem Grafen Haold verschiedene Güter im Ittergau, darunter auch das Gut Upspringun schenkte.
Seit 1223 wird zwischen Ober- und Niederupsprunge unterschieden. Niederupsprunge wird in der Gegend um die Kluskapelle, Oberupsprunge im heutigen Ort Giershagen selber vermutet.

Wirtschaftliche Verhältnisse:
Über viele Jahrhunderte überwog in Giershagen das bäuerliche Element. Mit dem Aufkommen des Bergbaus und der Industrie in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Bergleute. Die Anzahl der Beschäftigten in der Land- und Forstwirschaft sank auf fast 20%. Die Mechanisierung der Landwirtschaft führte in den letzten Jahrzehnten zu einem weiteren Rückgang der bäuerlichen Bevölkerung. Nachdem sich ein Teil der Papierfabrik Paul Krengel 1961 in der Schützenhalle einrichtete und seit 1968 mit einer Papierfabrik vor den Toren Giershagens angesiedelt hat wurde Giershagen zur agrar-gewerblichen Wohngemeinde.